„Ehre sei Gott in der Höhe“

(Lukasevangelium, Kapitel 2; Vers 14a)

 

Burka und vor allem Nikab, der  Gesichtsschleier, seien für die 18- jährige Muslima aus Osnabrück Ausdruck von Selbstbestimmung und Freiheit, wird in den Medien berichtet, und vielleicht empfindet sie diese Kleidung und die entsprechende Haltung nicht einmal mehr als aufgenötigt,  sondern glaubt das mit der Selbstbestimmung und Freiheit sogar selbst. Ihr Abendgymnasium hat jedoch nicht achselzuckend mit: “Ja, so ist Laissez- faire manchmal“, reagiert, sondern mit Schleierverbot und bei fehlender Umsetzung einem Schulverweis. Jetzt zog die junge Frau gegen das Gesichtsschleierverbot ihres Abendgymnasiums vor das Verwaltungsgericht in Osnabrück.

Ich würde  gerne mit ihr diskutieren über Religionsfreiheit und persönliche Freiheitsrechte und Beliebigkeit und Verantwortung. Ich habe mir nach den Mordversuchen von Würzburg und Ansbach sehnlich gewünscht, dass Muslime in Deutschland ihre Stimme erheben gegen selbst ernannte Gotteskrieger, statt dessen: Weitgehendst Schweigen in der Öffentlichkeit in dieser Hinsicht (liebe Muslime, schon mal überlegt, welche Schlussfolgerungen das zulässt?) und Massendemonstrationen für den Islamisten Erdogan, dem in der Türkei wahrscheinlich gelingt, wovon der IS zunehmend entfernt ist, nämlich einen Gottesstaat zu etablieren.

Das wäre doch mal ein Zeichen gewesen, wenn Burka- und Nikab-Trägerinnen, wenigstens die Gebildeten unter ihnen, verabredet hätten: „Aus Verantwortung und Respekt vor der gesamten Gesellschaft, in der wir leben, verzichten wir bis zum Ende des Terrors auf  jegliche Gesichtsvermummung“.

Aus meiner Sicht als evangelischer Pfarrer wird Gott mehr geehrt durch Eintreten für Frieden als durch dumpfe Durchsetzung vermeintlicher Freiheitsrechte. Den Traum, dass Juden, Christen und Muslime Kriegshetzern und Waffenhändlern gemeinsam die Stirn bieten und herzhaft lachen, wenn jemand sie aufeinander hetzen will, erhalte ich mit anderen und arbeite an meinem Ort dafür.

Das ist vielleicht nur eine „kleine Münze“, aber wer sagt denn, dass sie nicht eines Tages zum großen Schatz wird: „Ehre sei Gott in der Höhe- und auf Erden Fried`, den Menschen ein Wohlgefallen“. 

 

Ihr

Harald Merz, Pf.

 

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